Tram und Kultur bildete den Rahmen der FSH e.V. Mitgliederversammlung am 7./8. März 2026 in Würzburg.
Treffpunkt am Samstag war der Betriebshof der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) in Sanderau, wo wir vom Geschäftsführer Bernd Karl begrüßt wurden.
In einem kurzweiligen Vortrag stellte Herr Karl das Unternehmen vor und berichtete über aktuelle Perspektiven und Herausforderungen (u.a. liegt das Durchschnittsalter der 39 eingesetzten Straßenbahntriebwagen bei knapp 35 Jahren).
Als Tochterunternehmen der WVV (Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH) ist die WSB für den ÖPNV in Würzburg zuständig. Dazu zählt der Straßenbahnbetrieb mit aktuell 5 Linien genauso wie der Busbetrieb. Neben dem Betriebshof Sanderau (Stammsitz der WSB) gibt es noch den Betriebshof Heuchelhof-Rottenbauer.
Die aktuelle Flotte besteht, neben den seit teilweise fast 60 Jahren im Einsatz befindlichen letzten DUEWAG GT-D8, aus den teilniederflurigen LHB GT-E aus 1989 und den LHB Niederflur-Fahrzeugen GT-N aus 1996.
Als neue Fahrzeug-Generation steht der GT-F vor der Betriebsaufnahme. Zwei bereits gelieferte Fahrzeuge durchlaufen aktuell das Zulassungsverfahren. Und die weiteren noch ausstehenden 16 Fahrzeuge sind, nachdem der in Insolvenz gegangene Hersteller HeiterBlick mit der Übernahme durch PESA gerettet werden konnte, in naher Zukunft zur Lieferung vorgesehen. Damit kann ein entscheidender Schritt in eine gesicherte Zukunft des Straßenbahnbetriebs mit modernisiertem Fahrzeugpark gegangen werden.
Auch für das Streckennetz stehen Erweiterungen an. Neben der Straßenbahnerweiterung Grombühl stellt die Neubaustrecke ins Frauenland und Hubland mit dem Uni-Campus einen wesentlichen Schritt für eine bessere Anbindung der bislang staßenbahnlosen Stadteile im Osten dar. Der Planfeststellungsbeschluss liegt vor, die Vorbereitungen für die Ausschreibung der Bauleistungen laufen.
Nun durften wir der Einladung unseres Gastgebers folgen und begaben uns auf eine gut eineinhalb stündige Sonderfahrt mit dem Schoppenexpress durch die Würzburger Innenstadt und auf das Streckennetz der WSB. Die Fahrt führte uns von Sanderau über die Schleife Hauptbahnhof nach Zellerau auf der Spur der Linie 4. Anschließend ging es wieder zurück, aber am Abzweig Haltestelle Sanderring folgten wir der Linie 5 Richtung Heuchelhof, wobei die auf den Heuchelhof führende Steilstrecke von unserem Museumszug nicht befahren werden konnte, so dass an der Schleife Dallenbergbad wir uns wieder auf den Weg zurück in die Stadt und zum Ausgangspunkt der Fahrt begaben.
Es folgte die Mitgliederversammlung unseres Vereins in den Räumen der WSB, und anschließend trafen wir uns in den Weinstuben Juliusspital zum Abendessen und gemütlichen Erfahrungsaustausch.
Der kulturelle Teil folgte am Sonntag. Treffpunkt war vor der Residenz in Würzburg, wo wir eine Führung durch die Räumlichkeiten mit Erklärung, insbesondere der Deckenfresken, erhielten. Anschließend verblieb noch Zeit, sich selber in den weiteren Räumlichkeiten der Residenz umzusehen. Gegen Mittag endete dann dieses Versammlungs-Wochenende und die Teilnehmer begaben sich wieder auf ihren Weg nach Hause.
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